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 Arminenwanderung im Tecklenburger Land

26.09 - 01.10. 2010

 Ringhotel Teutoburger Wald

Im Bocketal 2

49545 Tecklenburg-Brochterbeck

Teilnehmer:
H. Günter Berzel, Wolfgang Brück, Ernst-Günter Cottmann, Walter Föllmer, Theo Franke,
Klaus Kirsch, Eckehard Lammel, Ulrich Mösseler, Stephan Müller, Gerhard Probst,
Franz-Josef Streit, Peter von Doellen, Günter Weis, Roderich Zils

 

Wir wandern auf dem Balkon des Münsterlandes.

Wir gehen auf dem Hermannsweg, aber nicht die offizielle Länge von 156 km.

An sich müsste der Hermannsweg Arminiusweg heißen (denkt an die Varusschlacht vor 2001 Jahren). Wir nennen jetzt den Weg Arminenweg.

Das Tecklenburger Land gehört nicht zu den bekannten deutschen Urlaubsregionen.

Es ist eine Landschaft für stille Genießer (z.B.: Arminen). Historisch ist die Region jedoch nicht uninteressant von der Eiszeit über die Steinzeit (massenhaft Hügelgräber) bis in die heutige Zeit.

Hat bei Kalkriese die Varusschlacht stattgefunden? Ein ewiger Streit.

Zuletzt 2009 der Kampf zwischen Kalkriese, Haltern am See und Detmold.

War es die Erfindung der Deutschen Nation?

Warum wurde aus Arminius Hermann (in der Reformationszeit)?

Hat die Varusschlacht überhaupt stattgefunden? Es gibt Befürworter und Gegner dieser These. Waren es etwa mehrere Schlachten an verschiedenen Orten, die die Römer in die Knie gezwungen haben. Hat Tacitus überhaupt saubere Quellen für das Geschehen gehabt. Auch Eure Meinung ist gefragt.

Ihr kommt in das Land der Tödden (Tödden=Totten=Tragen=Schleppen von einem Ort zum anderen). Tödden sind Wanderhändler in der Zeit des 17. bis 19. Jahrhunderts. Die Wanderhändler sind mit ihren Waren durch die Lande gezogen (natürlich zu Fuß mit ihrem Warenkorb) mit unterschiedlichen Waren. Die Blütezeit war um 1750.

Im Tecklenburger Land handelten die Tödden mit Leinenrollen auf dem Rücken vor allem in Richtung Holland (hier Poepen = Deutsche genannt). Sie wurden auch Hollandgänger genannt. Es waren fliegende Leinenhändler (Leinen wurden bei Anbau von Hanf und Flachs in den armen Dörfern des Tecklenburger Landes gewebt). Der Handel ging auch nach Osten bis ins Baltikum und nach Moskau. Die Tödden haben Spuren hinterlassen nach Gründung von Handelshäusern vor allem in Holland.

G. Brenninkmeyer (alte Schreibweise) gründete 1790 in Sneet (Holland) das erste Ladengeschäft. 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeyer die Firma C&A (die Familie stammt ursprünglich aus Mettingen im Tecklenburger Land und beherrscht noch heute Mettingen). Bis vor wenigen Jahren wurden nur katholische Mitarbeiter eingestellt (Die Tödden waren streng katholisch im evangelischen Umfeld). Heute ist C&A sogar in China vertreten. (Weiterhin Familienbetrieb mit etwa 500 Mitgliedern und sehr medienscheu). Aber auch Peek und Cloppenburg sowie Hettlage haben Ihren Ursprung in Mettingen.

Da das Tecklenburger Land vor allem nach dem 30jährigen Krieg besonders verarmt war, wanderten die Einwohner als Gastarbeiter vor allem in das „reiche“ Holland und blieben zum großen Teil dort, wie heute die Migranten in Deutschland.

Wir sind jedoch auch im Osnabrücker Land. Hier wohnt der momentane Großfürst von Osnabrück, genannt auch Roderich Zils der Erste.

Bei Osnabrück (an der Hase) wurden783 die Sachsen unter Widukind geschlagen und christianisiert.

Osnabrück wurde unter Karl dem Großen zum Bischofssitz erhoben als Zentrum der Christianisierung im Nordwesten „Deutschlands“.

Friedrich Barbarossa weilte 1157 in Osnabrück.

1641 wurden Osnabrück und Münster als Ort der Friedensverhandlungen gewählt. Am 06.08.1648 wurde im Rathaus von Osnabrück der protestantische Teilfriede unterzeichnet. Am 05.und 06.09.1648 wurde das katholische Vertragswerk in Münster unterzeichnet.

 

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